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Jodel - Anonymer Smalltalk

Während Studenten in den vergangenen Jahrzehnten bevorzugt Tische oder Toilettenwände bekritzelten, um persönlich anvertraute Geheimnisse zu verbreiten, hilft ihnen heute eine App namens "Jodel" ihre geistigen Ergüsse lokal und völlig anonym auf dem Campus zu streuen. Und obwohl das Prinzip und Design von Jodel kaum simpler sein könnte, erfreut sich die Anwendung immer grösserer Beliebtheit.

Kontinuierlich wachsende Nutzerschaft
"Döner am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen." und "XY-Partei ist der Grund, warum es Schuhe mit Klettverschluss auch für Erwachsene gibt." sind nur zwei von unzähligen Weisheiten, die sich in der Timeline der App wiederfinden lassen. Jodel ermöglicht es nämlich jedem Nutzer, lokal Nachrichten und Bilder auf einer Timeline, welche sämtliche "Jodler" in einem Umkreis von zehn Kilometern einsehen können, zu posten - absolut anonym, versteht sich. Im Anschluss können andere Studenten die Nachricht oder das Bild mit einer Touch-Geste auf einem der sich daneben befindenden Pfeilmarkierung hoch- oder runter-voten sowie kommentieren. Jodels, so werden dort die veröffentlichten Nachrichten und Bilder genannt, die sich zahlreichen positiven Wertungen erfreuen, werden neben frisch geposteten und viel kommentierten Beiträgen ganz oben in der Timeline angezeigt. Dies hat zur Folge, dass sich beliebte Nachrichten wie etwa brandneue Informationen, Erlebnisse, Witze oder anstehende Partys wie ein Lauffeuer verbreiten, ohne, dass überhaupt soziale Kontakte geknüpft werden müssen.

Anonym & lokal - das Erfolgskonzept hinter Jodel
Wie eingangs erwähnt, ist das Prinzip von Jodel simpel und das Design minimalistisch. Nichtsdestotrotz findet die App immer mehr Anklang bei Studenten, da sie kostenlos, anonym und lokal ist. Hinzu kommt, dass nach dem Download der Anwendung keinerlei Anmeldung erforderlich ist. Ist die Installation auf dem Smartphone oder Tablet-PC nämlich erst einmal abgeschlossen, kann auch schon losgejodelt werden. Und damit der Erstkontakt auch nicht von kurzer Dauer ist, wird der Nutzer für sämtliche Aktivitäten wie das Aufrufen der App, dem Jodeln, dem Bewerten oder dem Kommentieren mit sogenannten Karma-Punkten, die bisher jedoch völlig ohne Bedeutung sind, belohnt. Im Grossen und Ganzen also eine nette Spielerei für Studenten - wenn es nicht einen Haken gäbe: Vor allem in den früheren Geburtsstunden der mobilen Anwendung wurde die App für derbe Sprüche, sexuelle Inhalte oder gar Cybermobbing missbraucht. Zwar war eine effektivere Melde-Funktion die Folge, dennoch bleiben veröffentlichte Beiträge meist noch mehrere Minuten bestehen, bis diese tatsächlich aus dem Verkehr gezogen werden. Hinzu kommt, dass mittlerweile auch viele Nicht-Studenten die Anwendung nutzen und so auf die vermeintlich an eine kleine Gruppe gerichteten Beiträge zugreifen und für eigene Zwecke auswerten können.

Download: Jodel-App



Cécile Kunz
Cécile Kunz
AgenturleitungAgenturleitung / Onlinemarketing

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