SMTP
SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) ist das Standardprotokoll für den Versand von E-Mails. Es regelt, wie E-Mails vom Absender zum Mail-Server und von dort zum Zielserver transportiert werden. Ohne SMTP geht keine E-Mail – ob aus einem E-Mail-Programm, einer Webseite oder einem Newsletter-Tool.
- Simple Mail Transfer Protocol
Was ist SMTP?
SMTP steht für «Simple Mail Transfer Protocol». Es ist ein Netzwerkprotokoll, das den Versand von E-Mails zwischen Servern regelt. Wenn jemand eine E-Mail sendet, übermittelt SMTP die Nachricht vom E-Mail-Programm (Client) an den eigenen Mail-Server, und von dort weiter zum Mail-Server des Empfängers. Der Empfang der E-Mail – das Abrufen durch den Empfänger – übernehmen dann andere Protokolle: IMAP oder POP3.
Der Name «Simple» ist historisch zu verstehen: Als SMTP in den 1980er-Jahren entwickelt wurde, war das Protokoll tatsächlich einfach aufgebaut. Heute ist es durch viele Sicherheitserweiterungen deutlich komplexer geworden.
Funfact
SMTP wurde 1982 in RFC 821 definiert – zu einer Zeit, als das Internet noch fast ausschliesslich von Universitäten und Militär genutzt wurde. Die erste E-Mail überhaupt wurde 1971 von Ray Tomlinson versendet, der dabei auch das @-Zeichen als Trennzeichen zwischen Nutzername und Server etablierte. Tomlinson erinnerte sich später, dass er nicht mehr wusste, was er in dieser ersten E-Mail geschrieben hatte – vermutlich etwas bedeutungsloses zum Testen.
Was bedeutet das für meine E-Mail-Adresse und meinen Auftritt?
- Professionelle Absenderadresse: Wer E-Mails von einer eigenen Domain versendet (z. B. info@firmenname.ch), braucht einen korrekt konfigurierten SMTP-Server. Mails von Gmail- oder Bluewin-Adressen wirken weniger vertrauenswürdig – und landen häufiger im Spam.
- SPF, DKIM und DMARC: Moderne E-Mail-Zustellung verlangt mehr als nur SMTP. Drei Sicherheitsstandards schützen vor Missbrauch und verbessern die Zustellbarkeit: SPF legt fest, welche Server E-Mails im Namen einer Domain versenden dürfen, DKIM signiert jede E-Mail digital, und DMARC definiert, was passiert, wenn eine Mail diese Prüfungen nicht besteht. Alle drei werden als DNS-Einträge konfiguriert – der Hosting-Anbieter oder ein IT-Dienstleister richtet sie ein.
- Kontaktformulare und Transaktions-E-Mails: Bestellbestätigungen, Formulareingangsbestätigungen oder Passwort-Reset-Mails müssen zuverlässig ankommen. Wer feststellt, dass solche E-Mails im Spam landen oder gar nicht zugestellt werden, hat in der Regel ein SMTP-Konfigurationsproblem – das lässt sich mit einem dedizierten E-Mail-Versanddienst (z. B. Brevo oder Postmark) beheben.