IMAP
IMAP (Internet Message Access Protocol) ist ein Protokoll zum Abrufen von E-Mails, bei dem die Nachrichten auf dem Mail-Server gespeichert bleiben. Das ermöglicht den synchronisierten Zugriff von mehreren Geräten gleichzeitig – E-Mails, die auf dem Smartphone gelesen wurden, erscheinen auch im Desktop-Programm als gelesen. IMAP ist heute der Standard für professionelle E-Mail-Konten.
- Internet Message Access Protocol
Was ist IMAP?
IMAP steht für «Internet Message Access Protocol». Es ist ein Netzwerkprotokoll, das festlegt, wie ein E-Mail-Programm (Client) E-Mails von einem Mail-Server abruft. Das Besondere an IMAP: Die E-Mails bleiben auf dem Server gespeichert. Das E-Mail-Programm zeigt sie an, legt aber keine eigene Kopie dauerhaft lokal ab.
Das bedeutet: Aktionen wie Lesen, Löschen oder Verschieben in Ordner werden auf dem Server gespeichert und auf allen verbundenen Geräten sofort sichtbar. Wer eine E-Mail auf dem Smartphone liest, sieht sie auf dem Desktop-PC ebenfalls als gelesen.
Funfact
IMAP wurde 1986 von Mark Crispin an der Stanford University entwickelt – ursprünglich als Alternative zum damals verbreiteten POP3-Protokoll, das E-Mails grundsätzlich vom Server löschte, sobald sie heruntergeladen waren. Crispin arbeitete später bei der University of Washington weiter an IMAP und veröffentlichte 1994 die bis heute verwendete Version IMAP4.
IMAP vs. POP3 – der entscheidende Unterschied
IMAP
E-Mails bleiben auf dem Server
- Synchronisiert über alle Geräte
- Gelesen = überall gelesen
- Ordner werden synchronisiert
- Ideal für mehrere Geräte
- Benötigt Serverplatz
POP3
E-Mails werden heruntergeladen
- Lokal gespeichert, kein Sync
- Nach Download vom Server gelöscht
- Nur auf einem Gerät vollständig
- Veraltet für den Alltag
- Kaum noch empfohlen
Was bedeutet das für meine Webseite und mein Unternehmen?
IMAP ist heute der Standard für professionelle E-Mail-Konten – ob bei Google Workspace, Microsoft 365 oder bei einem Hosting-Anbieter wie Hostpoint oder Infomaniak. Wer ein E-Mail-Konto in einem Programm wie Apple Mail, Outlook oder Thunderbird einrichten möchte, sollte immer IMAP wählen, nicht POP3.
Relevant wird IMAP auch im Zusammenhang mit der eigenen Domain: Wer eine professionelle E-Mail-Adresse mit eigenem Domainnamen nutzt (z. B. info@firmenname.ch), bezieht diese oft über das Hosting-Paket der Webseite. Die IMAP-Zugangsdaten – Serveradresse, Port und Verschlüsselung – stellt der Hosting-Anbieter zur Verfügung.