CacheCache (Zwischenspeicher) bezeichnet einen schnellen Speicher, der häufig benötigte Daten vorübergehend ablegt, damit sie nicht jedes Mal neu berechnet oder geladen werden müssen. Das beschleunigt Webseiten, Apps und Computer spürbar.
Weitere Informationen
DomainEine Domain ist die Adresse einer Webseite im Internet, zum Beispiel chrisign.ch. Sie macht aus einer technischen Serveradresse etwas Lesbares und Merkbares. Domains werden bei einem Registrar registriert und jährlich erneuert.
Weitere Informationen
Google Search ConsoleDie Google Search Console zeigt, wie eine Website in der Google-Suche erscheint, welche Suchanfragen Traffic bringen und welche technischen Probleme vorliegen.
Weitere Informationen
SPFSPF ist ein E-Mail-Sicherheitsverfahren, das festlegt, welche Server E-Mails im Namen einer Domain versenden dürfen. Es schützt vor gefälschten Absenderadressen. SPF wird als TXT-Record in den DNS-Einstellungen einer Domain hinterlegt.
Weitere Informationen

DNS

DNS übersetzt Domainnamen in IP-Adressen. Ohne DNS wäre keine Webseite über ihren Namen erreichbar, nur über eine unleserliche Zahlenfolge.

  • Domain Name System

Was ist DNS?

Wenn jemand chrisign.ch in den Browser tippt, weiss der Browser noch nicht, auf welchem Server diese Webseite liegt. Er fragt deshalb einen DNS-Server, der den Domainnamen in eine IP-Adresse übersetzt. Erst dann kann die Verbindung aufgebaut werden.

Dieser Vorgang passiert im Hintergrund, in Millisekunden, bei jedem einzelnen Seitenaufruf.

Funfact

Am 14. Juli 2025 war der DNS-Resolver 1.1.1.1 von Cloudflare, einer der meistgenutzten DNS-Server weltweit, für rund 62 Minuten nicht erreichbar. Ausgelöst durch einen internen Konfigurationsfehler, waren für Millionen von Nutzern praktisch alle Internetdienste nicht verfügbar.

Wie DNS funktioniert

Die Auflösung eines Domainnamens läuft in mehreren Schritten ab. Der Browser fragt zuerst einen sogenannten Resolver, meist beim Internetanbieter. Dieser kennt die Antwort oft schon aus dem . Wenn nicht, fragt er weiter: zuerst einen Root-Nameserver, dann den Nameserver der TLD (z.B. .ch), und schliesslich den autoritativen Nameserver der . Dieser kennt die definitive Antwort und liefert die IP-Adresse zurück.

DNS-Record-Typen

In der DNS-Konfiguration einer gibt es verschiedene Eintragstypen, sogenannte Records. Jeder Typ hat eine bestimmte Aufgabe:

  • A-Record — verknüpft eine mit einer IPv4-Adresse. Der wichtigste Eintrag überhaupt: er sagt, auf welchem Server die Webseite liegt.
  • AAAA-Record — dasselbe wie der A-Record, aber für IPv6-Adressen.
  • CNAME-Record — erstellt einen Alias. Damit kann z.B. www.chrisign.ch auf chrisign.ch zeigen, ohne eine eigene IP-Adresse zu benötigen.
  • MX-Record — gibt an, welcher Server E-Mails für die entgegennimmt. Ohne korrekten MX-Record kommen keine E-Mails an.
  • NS-Record — definiert, welche Nameserver für die zuständig sind. Diese Einträge legen fest, wo die DNS-Konfiguration einer verwaltet wird.
  • TXT-Record — ein Freitexteintrag, der für verschiedene Zwecke genutzt wird. Häufige Anwendungsfälle sind Verifizierungen (z.B. ) sowie E-Mail-Sicherheitseinträge wie , DKIM und DMARC.

Was ist TTL?

Jeder DNS-Eintrag hat einen TTL-Wert (Time to Live). Er gibt in Sekunden an, wie lange ein DNS-Resolver die Antwort zwischenspeichern darf, bevor er erneut beim Nameserver nachfragt.

Ein TTL von 3600 bedeutet: die Antwort wird eine Stunde lang im gehalten. Wird ein DNS-Eintrag geändert, zum Beispiel weil eine Webseite auf einen neuen Server umzieht, dauert es entsprechend lange, bis alle Resolver weltweit die neue Adresse kennen. Dieser Vorgang wird als DNS-Propagation bezeichnet und kann je nach TTL-Wert zwischen wenigen Minuten und 48 Stunden dauern.

Wer eine Änderung plant, kann den TTL-Wert im Voraus reduzieren, damit die Umstellung schneller wirksam wird.

Fazit

DNS-Einstellungen sind unsichtbar, aber kritisch. Ein falscher A-Record und die Webseite ist nicht erreichbar. Ein fehlender MX-Record und E-Mails kommen nicht an. Änderungen wirken nicht sofort, sondern erst nach Ablauf der TTL. Wer DNS-Anpassungen plant, sollte das mit etwas Vorlaufzeit tun und nicht kurz vor einem wichtigen Launch.