Payment Service Provider
Ein Payment Service Provider (PSP) ist ein Dienstleister, der Online-Zahlungen zwischen Käufern, Händlern und Banken abwickelt. Er ermöglicht es Online-Shops, verschiedene Zahlungsmethoden wie Kreditkarte, TWINT, PayPal oder Rechnung anzubieten – ohne dass der Händler selbst direkte Verträge mit Banken oder Kartennetzwerken abschliessen muss.
- PSP
Was ist ein Payment Service Provider?
Ein Payment Service Provider (PSP) – auf Deutsch: Zahlungsdienstleister – ist eine Plattform oder ein Unternehmen, das Online-Zahlungen technisch abwickelt. Es verbindet den Online-Shop des Händlers mit den Zahlungsnetzwerken (Visa, Mastercard, TWINT usw.) und den Banken von Käufer und Verkäufer.
Ohne PSP bräuchte jeder Online-Händler separate Verträge mit jeder Bank und jedem Kartennetzwerk – ein enormer Aufwand. Der PSP übernimmt das vollständig: Er bündelt alle Zahlungsmethoden, prüft Transaktionen auf Betrug, kümmert sich um Rückbuchungen und überweist den Betrag nach Abzug seiner Gebühr an den Händler.
Funfact
TWINT ist heute die meistgenutzte kontaktlose Zahlungsmethode in der Schweiz und wird von über 5 Millionen Personen aktiv genutzt – das entspricht mehr als der Hälfte der Schweizer Bevölkerung. Für Schweizer Online-Shops ist TWINT kein «nice to have» mehr, sondern eine Erwartung vieler Kunden – ähnlich wie Kreditkarte oder Rechnung.
Bekannte Payment Service Provider für Schweizer Shops
- Stripe: Entwicklerfreundlich, breite Zahlungsarten, transparente Gebühren
- PayPal: Hohes Kundenvertrauen, eigene Wallet, teurer bei hohem Volumen
- Datatrans: Führender Schweizer PSP, TWINT, PCI-DSS-zertifiziert
- Worldline: Ehemals SIX Payment, umfassend, für grössere Händler
- Mollie: Einsteigerfreundlich, keine Grundgebühr, viele Zahlarten
- TWINT direkt: Direkte TWINT-Integration über Bankpartner ohne PSP
Worauf bei der Wahl achten?
- Gebührenstruktur: PSP verrechnen pro Transaktion (z. B. 1,5–2,9 % + Fixbetrag) oder zusätzlich eine monatliche Grundgebühr. Bei kleinem Volumen empfehlen sich Anbieter ohne Grundgebühr.
- Zahlungsmethoden: Für Schweizer Shops ist TWINT essenziell. Dazu sollten Kreditkarte (Visa/Mastercard), PayPal und – je nach Zielgruppe – Rechnung oder SEPA verfügbar sein.
- Sicherheit und Compliance: Der PSP muss PCI-DSS-zertifiziert sein und 3D-Secure (Karteninhaber-Authentifizierung) unterstützen – beides ist gesetzlich und technisch vorgeschrieben.
- Shop-Integration: Für WooCommerce und Shopify gibt es für die meisten grossen PSP offizielle Plugins. Die Integration sollte ohne Programmieraufwand möglich sein.