Canonical Tag
Ein Canonical Tag ist ein HTML-Element im Quellcode einer Webseite, das Google mitteilt, welche Version einer Seite als die «offizielle» gelten soll. Er wird eingesetzt, wenn mehrere URLs inhaltlich identische oder sehr ähnliche Seiten ausliefern. So verhindert man, dass Suchmaschinen die Inhalte als doppelt wahrnehmen und das Ranking dadurch geschwächt wird.
- rel=canonical
Was ist ein Canonical Tag?
Ein Canonical Tag (auch: rel="canonical") ist eine Anweisung im HTML-Quellcode einer Webseite. Er befindet sich im unsichtbaren Kopfbereich der Seite und teilt Suchmaschinen mit: «Diese URL hier ist die Hauptversion – alle anderen, ähnlichen Versionen sollen auf diese verweisen.»
Der Tag selbst ist für Besucher unsichtbar. Er wirkt ausschliesslich auf Suchmaschinen und beeinflusst, welche Version einer Seite indexiert und in den Suchergebnissen angezeigt wird.
<link rel="canonical" href="https://www.chrisign.ch/glossar/canonical-tag-41.html" />Funfact
Der Canonical Tag wurde 2009 gemeinsam von Google, Yahoo und Microsoft eingeführt – ein seltener Fall, in dem die drei grössten Suchmaschinen der Welt zusammen einen Standard definierten. Ziel war es, das weit verbreitete Problem von doppeltem Inhalt (Duplicate Content) im Web endlich einheitlich adressieren zu können.
Wann braucht man einen Canonical Tag?
URL-Varianten: Eine Seite ist unter mehreren Adressen erreichbar – mit und ohne «www», mit und ohne abschliessenden Schrägstrich, oder über HTTP und HTTPS gleichzeitig.
Filter und Sortierungen: Online-Shops erzeugen für jede Filterkombination eine eigene URL – «/schuhe?farbe=rot&groesse=42» ist technisch eine andere Seite als «/schuhe», zeigt aber denselben Inhalt.
Syndizierter Inhalt: Wer denselben Artikel auf mehreren Webseiten veröffentlicht, kann per Canonical Tag auf das Original verweisen – damit das Original das Ranking bekommt.
Was passiert ohne Canonical Tag?
Findet Google denselben Inhalt unter mehreren URLs, muss es selbst entscheiden, welche Version es in den Suchergebnissen zeigt – und das trifft es nicht immer richtig. Schlimmer noch: Die «Linkkraft» (also der SEO-Wert von Backlinks) verteilt sich auf mehrere URLs, statt sich auf eine zu konzentrieren. Das schwächt das Ranking aller betroffenen Seiten.